Zulassungsbeschränkung für Kraftfahrzeuge der Fahrzeugklassen M1 und N1 mit dem Kältemittel R134a ab dem 01.01.2017

Gemäß den Vorgaben der europäischen Richtlinie 2006/40/EG über Emissionen aus Klimaanlagen neue Kraftfahrzeuge der Fahrzeugklassen M1 und N1, deren Klimaanlagen darauf ausgelegt sind, fluorierte Treibhausgase mit einem GWP-Wert über 150 zu enthalten, dürfen mit Wirkung vom 01.01.2017 nicht mehr zugelassen werden.

Dies betrifft insbesondere das in Kraftfahrzeugen verwendete Kältemittel R134a, das einen GWP-Wert über 150 aufweist. In diesem Zusammenhang sind die jeweiligen Bundesländer vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgefordert worden, die Einhaltung der Richtlinie 2006/40/EG auch über den 01.01.2017 hinaus sicherzustellen.

Dies bedeutet, dass die zuständigen Zulassungsbehörden die Zulassung von Kraftfahrzeugen der oben erwähnten Fahrzeugklassen mit dem Kältemittel R134a, für die keine Ausnahmegenehmigungen für auslaufende Serien und Lagerfahrzeuge erwirkt worden sind, verweigern müssen.

Da zurzeit keine gesicherten Informationen seitens der Fahrzeughersteller zu erwirkten Ausnahmegenehmigungen für auslaufende Serien und Lagerfahrzeuge vorliegen, empfiehlt der ZDK, diese Problematik im Rahmen der Neuwagenbeschaffung ab sofort zu berücksichtigen.

Kfz-Betriebe sollten auch den aktuellen Neufahrzeugbestand bezüglich des eingesetzten Kältemittels R134a prüfen und, sofern der Verkauf der betroffenen Kraftfahrzeuge vor dem 01.01.2017 nicht realisierbar erscheint, eine Tageszulassung der betroffenen Kraftfahrzeuge bis zu diesem Stichtag erwägen.
Sofern uns zu den fahrzeugherstellerspezifischen Ausnahmegenehmigungen für auslaufende Serien und Lagerfahrzeuge nähere Informationen vorliegen, werden wir Sie darüber informieren.