Rundschreiben V18-078
Rundschreiben G18-123

Technische Mitteilungen
hier: ZDK-Kommentierung zur Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 100 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vom 23.05.2018 - Richtlinie zur Kalibrierung von Abgasmessgeräten, die für die Untersuchung der Abgase von Kraftfahrzeugen nach Nummer 6.8.2 der Anlage VIIIa StVZO eingesetzt werden (AU-Geräte Kalibrierrichtlinie)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem soeben versandten Rundschreiben V18-077/G18-122 hatten wir über die Ergänzung der AU-Richtlinie hinsichtlich der neuen Anforderungen an die Messgenauigkeit der verwendeten Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) ab dem 01.01.2019 gemäß der Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 99 vom 23.05.2018 informiert.

Ergänzend zu der Nummer 1.2.9 der AU-Richtlinie (Anforderungen an die Messgenauigkeit der verwendeten Abgasmessgeräte) wird mit der Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 100 vom 23.05.2018 in diesem Zusammenhang die zu berücksichtigende "Richtlinie zur Kalibrierung von Abgasmessgeräten, die für die Untersuchung der Abgase von Kraftfahrzeugen nach Nummer 6.8.2 der Anlage VIIIa StVZO eingesetzt werden (AU-Geräte Kalibrierrichtlinie)" vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bekannt gegeben. In der Anlage erhalten Sie den Auszug der im Betreff genannten Verkehrsblatt-Verlautbarung zur persönlichen Information.

Die grundsätzliche Verpflichtung zur Kalibrierung von Mess- und Prüfgeräten, die für die periodisch technische Fahrzeugüberwachung nach §§ 29/41a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eingesetzt wird, ergibt sich aus den Anforderungen der national umzusetzenden EU-Richtlinie 2014/45/EU (technische Überwachung der Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger). In diesem Zusammenhang muss entsprechend der Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 115 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vom 28.06.2016 das bisherige System zur Eichung/ Stückprüfung der Mess- und Prüfgeräte sukzessive in eine normengerechte Kalibrierung überführt werden. Daher muss ab dem 01.01.2019 auch eine Kalibrierung der Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) in den anerkannten AU-Werkstätten durchgeführt werden.

Mit der "neuen" AU-Geräte Kalibrierrichtlinie werden die Kalibrieranforderungen an die bei der Abgasuntersuchung (AU) eingesetzten Abgasmessgeräte festgeschrieben. Die in der sogenannten "AU-Geräte Kalibrierrichtlinie" festgeschriebenen Anforderungen sind von den nach der internationalen Norm DIN EN ISO/IEC 17025:2005 (kurz ISO 17025) akkreditierten Kalibrierlaboren für die Anwendung und die Durchführung von Kalibrierungen der Abgasmessgeräte ab dem 01.01.2019 anzuwenden.

Die Kalibrierung teilt sich auf in eine erstmalige beziehungsweise regelmäßige Kalibrierung. Danach müssen Abgasmessgeräte, die erstmalig in Betrieb genommen werden, vor der ersten Anwendung für die Abgasuntersuchung (AU) nach den Vorgaben der "AU-Geräte Kalibrierrichtlinie" kalibriert werden. Die Frist für die regelmäßige Kalibrierung beginnt mit dem Datum der letzten Kalibrierung und beträgt 12 Monate. Die mit einem positiven Ergebnis abgeschlossene Kalibrierung wird anhand eines sogenannten "Kalibrierscheines" nach den Anforderungen der ISO 17025 vom akkreditierten Kalibrierlabor dokumentiert. Kann eine Kalibrierung eines Abgasmessgerätes nicht mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden, darf dieses Messgerät für die Abgasuntersuchung nach Nummer 6.8.2 der Anlage VIIIa StVZO nicht weiter verwendet werden.

Die ZDK-Kommentierung zu der im Betreff genannten Verkehrsblatt-Verlautbarung, die im Verbandsorgan "kfz-betrieb" und in TEMI Plus veröffentlicht wird, überlassen wir Ihnen anliegend.