Wichtige Mitteilungen zur AU-Richtlinie

Ergänzung der Richtlinie für die Durchführung der Untersuchung der Abgase von Kraftfahrzeugen nach Nummer 6.8.2 der Anlage VIIIa StVZO - Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 99

Rundschreiben V18-077
Rundschreiben G18-122

Technische Mitteilungen
hier: ZDK-Kommentierung zur Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 99 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vom 23.05.2018 - Ergänzung der Richtlinie für die
Durchführung der Untersuchung der Abgase von Kraftfahrzeugen nach Nummer 6.8.2 der
Anlage VIIIa StVZO (AU-Richtlinie)

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Rundschreiben V17-133/G17-232 vom 30.10.2017 hatten wir über die Wiedereinführung der
obligatorischen Endrohrmessung an allen Kraftfahrzeugen (Otto, Diesel) ab dem 01.01.2018 anhand einer Änderung der AU-Richtlinie gemäß der Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 158 vom 20.09.2017 informiert.

In diesem Zusammenhang wird ab dem 01.01.2019 eine Anpassung der Abgasgrenzwerte für die
CO-Messung beziehungsweise für die Trübungsmessung (Grenzwertverschärfung) an allen Kraftfahrzeugen (Otto, Diesel) mit der Emissionsklasse Euro 6/Euro VI erfolgen (Stufe 2). Die Umsetzung der Stufe 2 (Grenzwertverschärfung) wird automatisiert über die AU-Messgeräte anhand des AU-Geräteleitfadens Software-Version 5.01) durchgeführt. Gleichzeitig mit dieser Grenzwertverschärfung an Kraftfahrzeugen mit der Emissionsklasse Euro 6/Euro VI müssen die bei der Abgasuntersuchung (AU) eingesetzten Messgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) bestimmten Anforderungen hinsichtlich deren Messgenauigkeit (Genauigkeitsklassen/Fehlergrenzen) genügen.

Mit der Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 99 vom 23.05.2018 werden nunmehr ergänzend zur
bestehenden AU-Richtlinie über die Nummer 1.2.9 die Anforderungen an die Messgenauigkeit der
verwendeten Abgasmessgeräte vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bekannt gegeben. In der Anlage erhalten Sie den Auszug der im Betreff genannten Verkehrsblatt-Verlautbarung zur persönlichen Information.

Wir möchten Sie darüber informieren, dass mit der in Nummer 1.2.9 angefügten Tabelle nunmehr die entsprechenden Anforderungen an die Genauigkeitsklassen/Fehlergrenzen den zu prüfenden
Kraftfahrzeugen bis einschließlich der Stufe Euro 5/V beziehungsweise ab der Stufe Euro 6/VI zugeordnet werden. Diese Anforderungen sind ab dem Inkrafttreten der neuen "Richtlinie zur Kalibrierung von Abgasmessgeräten, die für die Untersuchung der Abgase von Kraftfahrzeugen nach Nummer 6.8.2 der Anlage VIIIa StVZO eingesetzt werden (AU-Geräte Kalibrierrichtlinie)", zu beachten. Alle für die Abgasuntersuchung (AU) eingesetzten Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) müssen ab dem 01.01.2019 bei ihrer nächsten Befassung (z. B. Ende der Eichfrist, Reparatur oder Instandsetzung) von einem hierfür akkreditierten Kalibrierlabor normenkonform kalibriert werden. Diese zeitliche Entzerrung soll unter anderem in den berechtigten Untersuchungsstellen dazu beitragen, dass eine Angleichung beziehungsweise Harmonisierung der Kalibrier- und Eichfristen bei den im Feld befindlichen Abgasmessgeräten
stattfinden kann.

Unabhängig von den Vorschriften zur Kalibrierung von Abgasmessgeräten müssen weiterhin alle für die Abgasuntersuchung (AU) eingesetzten Abgasmessgeräte nach der Mess- und Eichverordnung (MessEV) von den zuständigen Eichbehörden geeicht werden. Die anerkannten AU-Betriebe sollten frühzeitig, das heißt noch in diesem Jahr (mindestens zehn Wochen vor Ablauf der Eichfrist), eine fristgerechte Eichung bei der Eichbehörde schriftlich beantragen. Ansonsten könnte es dazu kommen, dass die vorgeschriebene Eichung von der zuständigen Eichbehörde nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst im Jahr 2019 erfolgen würde. In diesem Fall müsste dann, neben der Eichung, auch eine normenkonforme Kalibrierung durch ein akkreditiertes Kalibrierlabor durchgeführt werden.

Die ZDK-Kommentierung zu der Verkehrsblatt-Verlautbarung, die im Verbandsorgan "kfz-betrieb" und in TEMI Plus veröffentlicht wird, überlassen wir Ihnen anliegend.