Masterplan Ladeinfrastruktur

Sehr geehrte Damen und Herren, 

das Bundeskabinett hat den „Masterplan Ladeinfrastruktur - Ziele und Maßnahmen für den Ladeinfrastrukturaufbau bis 2030“ gebilligt. (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ladeinfrakstruktur-1692644

Die Kernpunkte des Masterplanes sehen wie folgt aus: 

  • Der Aufbau der Ladeinfrastruktur ist ein wesentlicher Teil der Maßnahmen aus dem im Oktober beschlossenen Klimaschutzprogramm 2030. 
  • In den nächsten zwei Jahren sollen 50.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte errichtet werden. Die Automobilwirtschaft wird bis 2022 15.000 öffentliche Ladepunkte beisteuern. 
  • Zusätzlich zum beschleunigten Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur werden 2020 erstmals 50 Millionen Euro für private Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. 
  • Um Elektromobilität attraktiver zu machen, werden verstärkt Ladepunkte an Kundenparkplätzen gefördert. Ein Aufruf dazu wird im Frühjahr 2020 starten. 
  • Durch eine Versorgungsauflage soll zudem geregelt werden, dass an allen Tankstellen in Deutschland ebenfalls Ladepunkte angeboten werden. 
  • Für den koordinierten Aufbau wird noch 2019 eine "Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur" errichtet. Diese stellt sicher, dass jedes E-Fahrzeug vor Ort über eine nutzerfreundliche Infrastruktur verfügt. 
  • Die Automobilindustrie strebt die Errichtung von 100.000 Ladepunkten auf ihren Betriebsgeländen und dem angeschlossenen Handel bis 2030 an. 
  • Die Energiewirtschaft hat ebenfalls Anstrengungen angekündigt und wird noch 2019 mit den zuständigen Ministern zusammenkommen. 


Zum Masterplan besteht eine eigene Internetseite beim BMVI: 
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/masterplan-ladeinfrastruktur.html 

Der Masterplan an sich ist direkt hier zu finden: 
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/masterplan-ladeinfrastruktur.pdf?__blob=publicationFile 

Im Vorfeld der Erstellung des Masterplans gab es keine formelle Beteiligung der Verbände. Nunmehr möchte die Bundesregierung zeitnah die teils noch allgemein dargestellten Vorschläge präzisieren und in Maßnahmen umsetzen. U.a. soll es neue Förderprogramme für Ladeinfrastruktur in privaten und gewerblichen Bereichen geben. 

Da ZDH, ZDK und ZVEH die Diskussion in den letzten Jahren schon gemeinsam im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ verfolgt haben, haben sich die Verbände verständigt, eine gemeinsame Kommentierung aus Handwerkssicht zu erstellen, da nach Sichtung des Masterplans der Eindruck besteht, dass Belange des Handwerks noch unzureichend berücksichtigt werden.